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Loslassen und reinigen

Mein Umzug war eine sehr gute Übung für mich im Loslassen.

Ich wohnte zuletzt in einem ehemaligen Pfarrhaus ... 150 oder 160 m2 und dazu noch ein Dachboden mit 80 m2. Und was soll ich Dir sagen: alles war voll. Jede Fläche ausgenutzt, belegt mit Sachen. Vieles davon nutzte ich seit Jahren nicht mehr ... egal ob Bücher, CD’s, DVD’s, Kameras ... sonstige Dinge.

Ich war umgeben, von materialisierter Energie, die nicht mehr floss.

Und so war auch ich teils stagniert ... gefangen von meinen “Dingen”.

Das neue Zuhause ... ein Mini-Loft im Dachgeschoss, mit 70 m2.
Das war meine Herausforderung ... und ich kann Dir sagen, am Anfang schob ich Panik.

  • was kann ich mitnehmen?
  • passt denn das Wesentliche, vermeintlich Notwendige hinein?
  • wovon trenne ich mich?

Und?

Es war leichter als gedacht ... im Gegenteil.
Andrea stand mir bei, half mir beim Ausmisten, Sortieren und Packen. Hunderte von Büchern, CD’s und DVD’s wurden verkauft und versandt. Ich hätte das nie für möglich gehalten. Vor ein paar Monaten noch hätte ich gesagt: “Du spinnst”, wenn es um den Gedanken ging, meine Bücher zu verkaufen. Und doch … es geht ... es geht sogar sehr gut.

Von der Essenz, die ich nun mitnahm, kann in ein paar Monaten vermutlich noch ein Teil weg ... und das ist gut so.

Dieses Loslassen von Dingen bedeutete für mich auch ein loslassen von Gedanken und Emotionen. Dieses “Ich bin nicht genug”-Gefühl mündete in meinem früheren Leben in ein einem “Ich habe nicht genug”-Verhalten ... ein Musterbeispiel der “Haben oder Sein” Frage.

“Aussen wie innen ... innen wie aussen”, sagte Tresmegistes so treffend.
Es ist ein Segen für mich, dass ich in den letzten Monaten lernte:

  • ich bin genug
  • ich bin ein Geschenk

Und so werden die Dinge um mich herum ... wie auch mein Ego ... mehr und mehr zu Energien, Mittel, die mein aktives, kreatives Sein unterstützen.

© Chevalier Kurt 2018
© Chevalier Kurt 2018
Vor langer Zeit schon war es mein Wunsch mich auszudrücken … mit Worten, mit Photos, mit Klängen. Dabei tappte ich leider in die Haben-Falle. Ich dachte, noch diese Kamera und ich kann dieses und jenes besser photographieren und darstellen. Dieses Instrument noch und ich komme meiner Klangvorstellung noch ein Stück näher. Statt das was ich hatte auszureizen, an die Grenzen zu gehen, um den Ausdruck zu ringen, war ich nur noch mit dem Haben, dem nächsten Kauf beschäftigt und die Kreativität blieb auf der Strecke … meine Lebendigkeit trocknete aus.
Haben um des Habens willen und Konsum lähmen die Kreativität ... schränken die Lebendigkeit ein. Ein einfaches Beispiel:
Ich kann mir rational sagen, dass es gut ist Bücher zu lesen ... und dass ich doch nur gute Bücher kaufe und lese: spirituelle Literatur, die Werke der großen Schriftsteller ... oh, da kann ich mich ganz toll fühlen.
Aber soll ich Dir was sagen? Alles Schmarrn ... wirklich. Ich will es mal extrem formulieren:
Es ist scheißegal, ob Du ständig sogenannte “hochwertige” Werke verschlingst oder Dir dauernd alle möglichen Soap Operas im Fernsehen reinziehst oder Du Dich stundenlang in Facebook, Twitter und Instagram tummelst, wenn Du nicht auch ... und zwar überwiegend ... liebend, kreativ aktiv bist.
Wir sind lebendige Wesen und alles was wir aufnehmen oder womit wir uns umgeben ist Energie … Energie, die uns nährt, inspiriert und unseren lebendigen Ausdruck unterstützt, in welcher Form auch immer. Ohne diese Transformation, ohne Aktion, wird diese Energie nur Fett, das an Dir haftet. Und so können auch Klamotten, Bücher, was auch immer, zu Fett werden, das Dich immer träger macht und zunehmend unbeweglicher.
Du kannst mit dem Loslassen außen oder innen anfangen. Wenn Du den Weg konsequent gehst … den Prozess authentisch lebst … dann wechseln sich Außen und Innen ab. Es ist wie ein Tanz, bei dem jeder Partner mal die Führung übernimmt. Und vor allem: mit jedem Loslassen kommt etwas neues, lebendiges in Dein Leben … falls Du wirklich loslässt. Du kannst natürlich auch Deinen Kleiderschrank ausmisten und voller Freude in die Stadt fahren, um Dir neue Klamotten zu holen. Manche glauben an den Spruch „Ich kaufe mich glücklich“ und leben danach.
© 2017-2018 Chevalier Kurt
© 2017-2018 Chevalier Kurt

Der Effekt meiner Loslass-Aktion:

  • Ich lasse meine Maske des coolen Typen los.
  • Ich verkaufe Gatgets, wie meine Apple Watch … ich fühle die Befreiung vom ständigen „Selbst-Monitoring“ und mein Puls reguliert sich von selbst auf ein normales Niveau … ich nehme weiter ab … werde fitter … ohne auf Schritte, Puls, Kalorien zu schauen.
  • Ich bin bereit mich wohnmäßig zu verkleinern, mich von allem zu trennen, was ich nicht mehr nutze … Ich finde ein herrliches Mini-Loft in dem ich erstmals sagen kann: „Ich bin zuhause“ … abgesehen von dem Zuhause in mir selbst.
  • Ich scheiß drauf, wie ich auf andere wirke und gebe mich einfach so, wie ich gerade bin … ich erlebe das Glück, mich selbst und meine Mitmenschen so zu nehmen wie ich bin … wie sie sind.
  • Ich lasse meine Selbstvorwürfe los, gebe meinen Schutzpanzer auf, zertrümmere ihn.
  • Ich erlebe intensive Gefühle der Wärme und Nähe.
  • Ich lebe den Segen der Liebe … frei von Erwartungen oder Bedingungen … der Liebe zu mir selbst, zu Andrea, zur Schöpfung. So wird die Liebe zu Andrea zu einem tiefen Gefühl, das mich durchströmt, beglückt und trägt. Und diese Liebe wird zu einem Zustand … einem bewussten Seins-Zustand, der mein Denken und Handeln leitet. Dieses Sein wirkt in all meine Lebensbereiche und auf alle, die mir begegnen. Und so verändert sich die Welt um mich herum.

Innen wie außen … mein äußeres Umfeld ist letztlich nur ein Spiegel meines Inneren. Und die wahre Veränderung … die wahre Befreiung … beginnt und endet innen.

© 2017 Chevalier Kurt Wintersteiner
© 2017 Chevalier Kurt Wintersteiner

Was mir beim inneren Loslassen half, war und ist eine stetige innere Reinigung.

Vom Anbeginn unseres Seins werden wir geprägt … durch unsere Eltern, Verwandten, Freunde, Institutionen, Gesellschaft. Hinzu kommt noch, was wir von früheren Generationen durch die Epigenetik im wahrsten Sinne des Wortes aufgedrückt bekamen. Damit Du wieder DU wirst und sagen kannst: Ich Bin der / die Ich Bin, ist ein ordentlicher Hausputz erforderlich.

Durch „Zufall“ … sprich, die Schöpfung gab mir im passenden Augenblick einen Schups … kam ich auf Ho’oponopono, eine traditionelle hawaiianische Heilmethode, die von Morrnah Simeon und Dr. Ihaleakala Hew Len für die innere Selbst-Reinigung, und damit auch Heilung, adaptiert wurde.

Ho’oponopono basiert auf den Prinzipien der Liebe, der Vergebung und Dankbarkeit. Diese innere Reinigung schafft Raum in Dir … Raum für Deine innere Stimme, die Stimme der Schöpfung und somit für Intuition und Inspiration. Und wahrlich ich sage Dir: Wunder geschehen …

Diese innere Reinigung finde ich so wichtig, dass ich dem Thema einen eigenen Artikel widmen werde.

Zum Abschluss möchte ich Dich ermutigen erste Schritte in Richtung Loslassen zu machen. Schau Dir an, mit welchen Dingen Du Dich umgibst … was vielleicht seit Jahren ungenutzt in Schränken und Kisten schlummert. Nimm es in die Hand und frage Dich:

  • was passiert, wenn ich es loslasse?
  • könnte es für einen anderen Menschen von Nutzen oder gar eine Bereicherung sein? … mehr als für mich im Moment?
  • passt das noch zu dem, wer ich jetzt bin?
  • hilft es mir, kreativ, lebendig und liebend zu sein?

Und dann entscheide … eine Ent-Scheidung ist letztlich eine Scheidung … Du entscheidest Dich für etwas und der Rest wird somit hinfällig, spielt keine Rolle mehr … scheidet von Dir.

Herzlichen Glückwunsch für Deine Entscheidung frei zu sein!

Bis bald …
Liebe, Barmherzigkeit, Dankbarkeit und Weisheit erfüllen, leiten und beschützen uns.

Natural white goose wings. Isolation.

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